Traditionelle Anwendungen in der Volksheilkunde & Volksmagie:
Das Räuchern mit Beifuß geht bis in keltisch-germanische Zeit zurück. Man war der Meinung, dass Beifuß böse Geister vertreibt. Zur Sommersonnwende warf man das Kraut ins Feuer um alles Übel loszuwerden. Da die Pflanze den alten Germanen heilig war, wurde sie in christlicher Zeit als Hexenkraut verteufelt. Ebenso räucherte man dieses kraftvolle Kraut zum Schutz und zur Förderung der Hellsichtigkeit. Vermischt mit Sandelholz und Wermut wurde Beifuß bei Wahrsageritualen verräuchert. Ebenfalls trank man vor solchen Ritualen eine Tasse Beifußtee mit Honig. Früher steckte man sich vor langen Fußmärschen etwas Beifuß in die Schuhe. Traditionell wurde er mit mit den Worten: >>Tollam te artemesia, ne lassus sim in via.<< gepflückt. Im asiatischen Raum hängte man Beifuß über die Tür, um böse Geister vom Gebäude ferzuhalten. Für die germanischen Stämme galt der Beifuß wohl als die mächtigste aller Pflanzen. Mugwurz, also Machtwurz, nannten sie ihn. Aber auch andere Bezeichnungen trug diese Machtwurz. Wyrta, Modor, Mutter der Wurzeln oder Schicksalsmutter, hieß sie bei den heidnischen Sachsen. Noch im Mittelalter feierte man sie als Herbarum Mater.
Wissenschaftlich belegte Anwendungen
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Völkstümliche Namen:
Besenkraut, Bibiskraut, Gemeiner Beifuß, Gänsekraut, Fliegenkraut, Gürtelkraut, Johannisgürtel(kraut), Jungfernkraut, Sonnenwendkraut, Weiberkraut, Wilder Wermut, Wisch, Beinweichkraut, Biboz, Buckele, Gewürzbeifuß, Mugwurz, Werzwisch, Sonnwendgürtel, Hexenkraut, Modor, Wyrta, Mutter der Wurzeln, Schicksalmutter.
Beutel mit Etikett, Inhalt 50g Beifuß aus kontrolliert biologischem Anbau